Die Macht der Engel über die NaturText und Bilder: Anke Junginger
Die Engel beherrschen schon in der Vorstellung der altchristlichen Weltanschauung die Elemente und das Weltall. Sie beleben und beherrschen die Natur und lenken die Gestirne. Es existieren Engel des Feuers und Engel die die Sterne und Planeten lenken. Ebenso gibt es Engel, die die Winde beherrschen. Engel haben Einfluss auf Menschen, Tiere und Pflanzen. Sie sind die Hüter und Lenker der Jahreszeiten. Die Engel besitzen Macht über Feuer, Wasser, Luft und Erde. In den alten Zeiten wurden die Engel sogar häufig „Elementargeister“ genannt. Man war davon überzeugt, dass auch den Dingen und nicht nur den Lebewesen Engel zugeteilt waren. „Es ist kein Ding auf der Welt, auch nicht ein Kräutlein, über welches nicht ein Engel gesetzt ist und alles geschieht nach dem Befehl desselben Vorgesetzten. “(1) Auch das Buch Henoch ist ein altes Zeugnis, in dem die Engel der Natur genannt werden. Hier heißt es, dass sie in Zusammenhang stehen und sich gegenseitig Kraft geben. Erwähnt werden der Engel des Blitzes und Donners, des Meeres, des Reifs und des Hagels. Weiter wird der Engel des Nebels genannt und es heißt, dass er aus dem Behältnis des Lichts stammt, ebenso wie die Engel des Schnees, des Reifs und des Frosts. Auch heißt es im Buch Henoch, dass der Engel des Taus mit dem Engel des Segens in Verbindung steht. Die Engel lenken die Natur und in allem sehen wir ihr Wirken! Die geistige Schöpfung Gottes sind die Engel, sie wachen und begleiten das Geschehen der körperlichen Welt.
Ein Segen für die Elemente
Segen für des Wassers Kraft,
das alles Leben schafft.
Segen für des Feuers Glut,
schenkt uns Wärme und tut uns gut.
Segen für Luft und Wind,
die des Himmels Atem sind.
Segen für die Erde,
dass Wachstum werde.
Quellen: Die Engel in der altchristlichen Kunst, Georg Stuhlfauth, Freiburg,
Leipzig und Tübingen, 1897. |