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Copyright Text und Bilder: Anke Junginger

Die Engel-Katechesen von Papst Johannes Paul II aus dem Jahre 1986 und 1987

 

Papst Johannes Paul II. bezeichnet die Engel als geistige Wesen, von Gott erschaffen. Sie sind in der sichtbaren Welt zwar gegenwärtig, aber in der Regel sind sie unsichtbar. Er weist darauf hin, dass die Existenz der Engel im Laufe der Geschichte schon des öfteren geleugnet wurde.

Der Papst bekräftigt die Existenz der Engel, vor allem auch gestützt auf die Erwähnung der Engel in der Bibel. Die Bibel bildet den Grundstein für den Glauben an eine geistige Welt, in der Jesus eine vorrangige Stellung innehält. Die Engel handeln im Namen Gottes. Sie sind Teil der göttlichen Vorsehung. Sie sind Gott sehr nahe, da sie ihm ähnlich sind. Das ist wohl auch der Mensch, der nach dem Bild Gottes erschaffen wurde, aber die Geistigkeit der Engel stellt sie in eine engere Verbindung zu Gott. Auch räumlich gesehen befinden sie sich in der Nähe Gottes. Die Engel sind freie Wesen, die Entscheidungen treffen können: für die Wahrheit, das Gute und die Liebe. Sie könnten aber auch einen anderen Weg wählen. Diese Freiheit ermöglicht erst das Entstehen einer wahren Liebe. In der Offenbarung wird darauf hingewiesen, dass es gute und böse Geister gibt – allein auf Grund ihrer freien Entscheidung. Die guten Geister stellen sich in den Dienst Gottes, aber ein Teil der Geister wendet sich von ihm ab. Die Rebellion gegen Gott macht sie zu gefallenen Engeln. Papst Johannes Paul II. begründet dies mit Selbstüberschätzung und Verblendung der gefallenen Engel. Sie wollen nicht länger die Diener Gottes sein, sondern ein eigenes Reich erschaffen. Papst Johannes Paul II. geht auch auf den Namen und die Aufgabe der Engel ein: Angelus, Engel, bedeutet „Bote“ - Malak, aus dem Hebräischen bedeutet „Gesandter“ oder „Kundschafter“.

Somit bestätigt der Papst die Aufgabe der Engel als Mittler zwischen Gott und den Menschen. Sie lobpreisen Gott, sie feiern seine Herrlichkeit. Dafür finden sich im Alten Testament viele Hinweise. Die Engel setzen den göttlichen Plan um, sie sorgen dafür, dass Gottes Wort vollzogen wird. Sie tragen auch die Gebete der Menschen zu Gott. So hat Gott den Menschen unter die Obhut der Engel gestellt. Die Engel bieten Schutz und Hilfe, sie sind die Boten Gottes.

Im Neuen Testament stehen die Engel in Verbindung zu Jesus. Auch im Neuen Testament sind die Engel gegenwärtig. Sie treten häufig im Zusammenhang mit Jesus auf. Sie verkünden seine Geburt, erscheinen den Menschen in seiner Nähe und sind auch bei der Auferstehung Christi präsent. Sie stehen im Dienste von Jesus und begleiten ihn auf seinem Weg als Erlöser der Menschheit.

Die Kirche glaubt an die Existenz der Engel und sieht sie als Schöpfung Gottes. Sie unterscheidet damit die geistige und die materielle Schöpfung. Als geistige Wesen sind die Engel unsterblich. Sie können zwar Gestalt annehmen, sind aber körperlos. Der Papst spricht hier auch von der Wichtigkeit der Engel und davon, dass dies heute oft vergessen wird. Und er sagt etwas sehr Wichtiges: Bei der Begegnung mit den Engeln, erkennt der Mensch seine eigene Geistigkeit. Das heißt er erkennt, dass auch er selbst nicht nur Körper sondern auch Geist ist.

Die Kirche glaubt an die Existenz der Engel als unsterbliche, unvergängliche geistige Wesen. Sie sind nicht sichtbar, besitzen aber die Fähigkeit Gestalt anzunehmen und sich den Menschen zu zeigen. Die Engel stehen außerhalb der materiellen Welt. Sie besitzen einen freien Willen und ihr Verstand ist höher, als der des Menschen. Die Engel haben sich aus freiem Willen und aus dem Gefühl der Liebe für Gott entschieden. Sie beten Gott an und die Menschen können sich in der liebevollen Zuwendung und Anbetung Gottes mit den Engel vereinen. So wie der Mensch sind auch die Engel laut dem Papst „Bild und Gleichnis“ Gottes. In der Bibel ist häufig von den Engel und Erzengel zu lesen. So werden die Engel in Hierarchien eingeteilt und sogar namentlich genannt, wie die Erzengel Raphael, Gabriel und Michael.

Der Papst erwähnt alte Gelehrte, wie Dionysios von Areopagite, der die Engel, genau wie die Kirche in neun Engelchöre unterteilt. In der Theologie war diese Auffassung schon seit dem Mittelalter anerkannt. Der Papst erwähnt in diesem Zusammenhang auch Thomas von Aquin, der die Engellehre vertiefte.

Papst Johannes Paul II. greift auf, dass das Thema „Engel“ die Menschen nicht mehr sonderlich berührt und kaum Platz hat in unserem Leben.

Er nennt Gott den „Erschaffer der Engel“. So ist zwar Christus der Schlüssel zur Offenbarung, doch auch die Engel sind ein wichtiger Teil der Offenbarung, da sie dem Menschen vor Augen führen, dass er Leib und Geist ist. Der Mensch erkennt seine Geistigkeit durch die Engel. Gemeinsam gehen so Menschen und Engel Seite an Seite den Weg der göttlichen Vorsehung.

Die Aufgabe der guten Engel besteht darin, dass sie die Menschen beschützen und ihnen helfen – sie sorgen sich um das Heil der Menschen, auch hierfür finden sich mehrere Beweise in der Bibel. Aus diesem Grunde hält die Kirche den Schutzengeln zu Ehren ein eigenes Fest und bekräftigt so den Glauben an die Schutzengel. Die Kirche befürwortet auch das Gebet zu den Schutzengeln Papst Johannes Paul II. weist auch darauf hin, dass neben den Schutzengeln die Erzengel Michael, Gabriel und Rafael, die in der Bibel namentlich genannt werden, in der kirchlichen Liturgie besondere Bedeutung haben. Die Engel des Lichts stehen im Zeichen der Liebe – sie sind Boten, die die Liebe Gottes ausstrahlen und im Gebet an die Engel finden wir Schutz und Erleuchtung. Die guten Engel weisen uns den richtigen Weg. In seiner Güte hat uns Gott den Engeln anvertraut, sie sind unsere Begleiter auf die wir vertrauen können.

Der Papst auf dem Monte Gargano

1987, anlässlich einer Wallfahrt zum Monte Gargano, einem Heiligtum, das Erzengel Michael geweiht ist, äußert sich Papst Johannes Paul II über Erzengel Michael. Der Monte Gargano ist ein heiliger Pilgerort, den der Papst besucht hat, um Erzengel Michael als Beschützer der Kirche zu ehren. Er erwähnt die große Bedeutung von Erzengel Michael für die Kirchen im Osten und Westen. So wurde Erzengel Michael unter Konstantin das Michaelion in Konstantinopel geweiht. Seit dem 5. Jahrhundert wurde Erzengel Michael mehr und mehr im Westen verehrt.

Schlusswort:

In seinen Engel-Katechesen von 1986 hält Papst Johannes Paul II auch fest, dass die Engel kaum noch Platz in unserem Leben finden. Inzwischen ist jedoch eine Wandlung eingetreten. Heute wenden sich wieder mehr Menschen der wundervollen Kraft und dem himmlischen Wirken der Engel zu. Die Engel kehren zurück in unser Leben. Wir lassen ihr wundervolles Wirken wieder zu – wir nehmen sie wieder wahr, vertrauen ihrer Hilfe und suchen ihren Trost. Gott, der für viele so fern und unerreichbar ist, wird uns durch die Engel, die Boten Gottes, wieder näher gebracht. In der Bibel finden wir die Beweise für das Wirken und die Existenz der Engel und wir können diese Erfahrung sogar in unserem eigenen Leben machen.

 

Baum in der Natur

 

Das Wunder der göttlichen Schöpfung umfasst die Erzengel, die Engel und unsere Schutzengel - sie sind uns von Gott gesendet. Ist die Natur das sichtbare Wunder der Schöpfung, die uns in all ihrer Schönheit immer wieder erfreut und uns Kraft schenkt - so sind die Engel unsere Quelle der Kraft und des Schutzes, von Gott gesandt. Sie umgeben uns mit ihrer Liebe und ihre Gegenwart ist spürbar. Die Engel sind immer für uns da!

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Engelbilder sind Bilder der Kraft und Freude. Sie erreichen unser Herz und vermitteln uns Botschaften und schenken uns Zugang zu der Welt der Engel. Eine Engelkarte verleiht jeder Botschaft noch ein zusätzliche Aussage und sagt mehr als tausend Worte. Engel sind die Botschafter des Lichts und der Liebe!